Posts Tagged ‘Panamericana’

Peru: Die antike Stadt „Pachacámac“ (Tag 4)

PachacámacDer letzte Tag meiner Reise galt der antiken Stadt Pachacámac, welche am Stadtrand von Lima liegt und von dem deutschen Archäologen Max Uhle maßgeblich bekannt gemacht wurde. Von meiner schönen Hotelanlage waren es 65 km Anreise, die ich in 1,5 Stunden schneller absolviert habe, als ich für den Lima-Stadtverkehr kalkuliert hatte. Dabei bin ich die legendäre Panamericana gefahren, eine fast durchgehende Straße von Alaska bis Feuerland. Da muss man aufpassen, dass das Reisefieber einen nicht packt und man einfach in Richtung Norden oder Süden weiterfährt. Hier in Lima ist die Panamericana ein Teil der Nord-Süd-Stadtautobahn und deswegen lag sie auf dem Weg.

Pachacámac erstreckt sich über ein größeres Areal, weshalb dort ein Rundkurs eingerichtet ist, den man mit dem Auto befahren kann. Wegen des Staubes, der Hitze und der anderen Autos bin auch ich mit dem Jimmy dort reingefahren. Irgendwie schon ein wenig US-amerikanisch mit dem Auto in solch einer Tempelanlage rumzukurven. Aber nunja, wir wollen uns nicht über Bequemlichkeiten beschweren.

Ich muss ehrlich sagen, ich hatte mir mehr von der Anlage versprochen. Mit Ausnahme vom Sonnentempel darf man den Weg nicht verlassen und sieht die Ruinen nur von weitem. Die meisten Teile der Stadt sind noch zerfallen, nur ein kleiner Teil ist bis jetzt restauriert worden. 12 Plätze werden beschrieben und für jeden gibt es ein kleines Schild mit ein paar Informationen. Vielleicht hätte ich eine Führung mitmachen sollen, dann wäre sicherlich mehr bei rum gekommen. Aber seht selbst, die schönsten Fotos habe ich hier hochgeladen.

Am Nachmittag habe ich das Auto zurück zu Sixt gebracht. Die Übergabe hat fast reibungslos funktioniert und danach war ich zum Essen eingeladen. Die Chefin des Departments für Bildung hat mich und ausgesuchte Kollegen zum Abschiedsessen eingeladen. Ich sach nur: Sehr lecker 🙂

Um die Bilder anzuschauen, müsst ihr auf das Bild klicken.https://goo.gl/photos/Uu8qnkNt9fvNNTAz6

Advertisements

Peru: Wochenendausflug in den Süden Limas

Am Wochenende war ich von einer Kollegin der Uni eingeladen mit ihrer Familie (Mann, Schwiegermutter und Schwägerin) in ihr Ferienhaus, ca. 100 km nördlich von Lima, mitzukommen. In Vorbereitung auf die Hinfahrt musste ich als erstes feststellen: Du weist ja noch gar nicht, wie es außerhalb der Stadt aussieht. Es wird gesagt, dass Lima die größte Wüstenstadt der Erde sei. Mit geschätzten 16 Millionen Einwohnern kann das durchaus sein, nur wenn man in der Stadt lebt, dann merkt man nicht viel davon. Mit verlassen des Stadtkerns – und damit der gut situierten Stadtteile – merkt man schnell: Ohne Wasser wächst hier nichts. Hat man die Stadtgrenze verlassen ist klar: Wüste! Die verbleibenden 80 km bis zum Ferienhaus der Familie finden sich nur Stein- und Sandgebirge. Nur selten, wenn ein Fluss aus den Bergen kommt, entsteht eine grüne Landschaft, die dann dicht besiedelt ist. Ohne Wasser, keine Zivilisation.

Asia PlayaDas Ferienhaus der Familie selber lag in einer sehr schönen Ferienanlage am „Asia Playa“. Viele großzügige Häuser mit schönen Grünanlagen. Langer Sandstrand und gleich daneben ein Pool. Denn die Wassertemperatur ist aufgrund des von der Antarktis hochziehenden Humboldtstroms mäßig. Es waren ca. 15 Grad C., viel wärmer wird es auch im Sommer nicht – trotz 30 Grad C. Durchschnittstemperatur. Es hat trotzdem Spaß gemacht und da man gegen die Wellen ziemlich ankämpfen muss, kommt es einem nicht so kalt vor. Abends sind wir dann Essen gegangen. Um die Ecke lag eine riesige Shopping-Mal mit drumherum liegenden Fitness-Center, Restaurants, Möbelhäusern, Kart-Bahn, Autohäusern und was sonst noch das Herz begehrt. Alles nur für die Feriensiedlungen, im Winter ist hier geschlossen. Ich gebe zu, nicht so mein Stil, auch wenn das Essen lecker war.

Dafür sind wir am nächsten Tag noch ein Stückchen weiter die Panamericana in Richtung Süden gefahren, damit der Mann meiner Kollegin Wellenreiten konnte. Es ging nach Sur Cerro, ein einfacher Ort, der seine Existenz einer alten Hafenanlage verdankt (die heute nicht mehr im Betrieb ist). Es war dort bei weitem nicht so schön wie in der Ferienanlage der Familie, aber ich fand es viel uriger, nicht so elitär und mir hat es gut gefallen. Danach ging es dann wieder auf der Panamericana nach Lima zurück. Ein schöner gelungener Wochenendausflug 🙂

Um die Bilder anzuschauen, müsst ihr auf das Bild klicken.