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Cala Pi (Mallorca)

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Spanien: Mis vacaciones en Castellón

Die Überschrift ist spanisch und lautet übersetzt „Mein Urlaub in Castellón“. Der Satz stammt aus einem Werbevideo der Stadt Castellón, welches den Ort eher entstellt als attraktiv macht. Aber schaut euch das Video selbst an (Link), man muss dafür kein Spanisch verstehen.

Was gibt es aus Castellón zu berichten? Ich habe dort meine ehemalige Arbeitskollegin und Busenfreundin Ana sowie ihren Freund Juanma besucht. Es war sehr schön Ana wiederzusehen und Zeit zu haben, mit ihr zu quatschen und mal wieder was zusammen zu unternehmen.

Das haben wir auch ausgiebig gemacht und so sind wir u.a. am Sonntag (22.08.) zusammen bei Juanmas Eltern (Marisa & Juan) eingeladen gewesen und haben dort selbst gemachte Paella gegessen sowie Sangria getrunken. Das war super lecker und daher stammen die paar Fotos, die ich mit meinem Handy gemacht habe.

Juanmas Eltern wohnen in Moncofa, einem kleineren Ort zwischen Valencia und Castellón, der in den letzten Jahren extrem gewachsen ist. Wer sich Moncofa auf Google Maps anschaut (Google Street View ausprobieren!), kann es ganz gut sehen. Einen verwinkelten Altstadtteil und dann viele große und neue Hotel- und Ferienhausbauten.

In Moncofa kann man die spanische Immobilienkrise hautnah erleben: Leer stehende nagelneue Häuserblocks und Ferienhäuser, halbfertige Bauruinen sowie voll erschlossene Baugrundstücke. In vielen Fenstern hängt darüber hinaus ein „zu verkaufen“ Schild. Bleibt zu hoffen, dass die Krise sich legt und damit der verlassene Eindruck verschwindet, den die Stadt derzeit ausstrahlt.

Am Donnerstag kam dann Matze nach Castellón und am Freitag (27.08.) sind wir nach Valencia gefahren. Dort haben wir das Strandleben genossen – auch wenn wir am Freitag 47 Grad zu ertragen hatten – und sind am Samstag mit Esteban und Magda bei ihrem Vater Antonio im Restaurant Essen gewesen. Das war wirklich ausgezeichnet und wir haben ein 10-Gänge-Menü geschlemmt (alleine dreimal Nachtisch; das Menü kostet regulär 25 Euro). Später haben wir dann in „el Carmen“ sowie am „Port American´s Cup“ das Nachtleben exploriert.

Einhellige Meinung: Valencia ist immer wieder gut für einen Wochenendtrip. Wer eine moderne europäische Metropole (drittgrößte Stadt in Spanien) zwecks Shopping, Kultur, Essen, Strand und Nachtleben besuchen möchte, ist hier am richtigen Ort. Entgegen Paris, Rom, Barcelona oder London ist Valencia außerdem bezahlbar.

Spanien: Sedella

Sedella ist eine kleine historische Stadt im Hinterland von Málaga. Um dort hin zu gelangen muss man die Küste hinter sich lassen und 60 km durch die Berge fahren. Dabei geht es immer rauf und runter; für die Fahrt braucht man 2 Stunden. Zu sehen bekommt man ein wunderschönes verschlafenes Örtchen mit 500 Einwohnern. Alle Häuser sind weiß gestrichen und in einem sehr ordentlichen Zustand. Die Gassen sind ebenso eng wie steil und die Hanglage bietet schöne Ausblicke in das Tal. Obwohl wir in Málaga mehr als einmal eine kleine Werbebroschüre von Sedella in der Hand hatten, gab es dort wenig Tourismus (genau genommen haben wir keine weiteren Touristen wahrgenommen). Da die An- und Abreise einen halben Tag in Anspruch nimmt, empfiehlt es sich ggf. dort eine Übernachtung einzulegen. Romatisch ist das auf jeden Fall! Um die Bilder aufzurufen, müsst ihr oben links auf das Bild klicken.

Spanien: „Moros i Christians“ in Ibi

Die Zeit in Valencia habe ich genutzt, um alte spanische Freunde zu besuchen. Unter anderem war ich bei Maribel in Ibi auf deren ihrer jährliche Fiesta über die Besiegung der Mauren im Jahre 1085 n. Chr. Hierfür wurde vom 15. bis zum 17. September gefeiert. Das gesamte Programm geht jedoch noch länger.

Der erste wichtige Tag ist der Donnerstag, an dem es für alle einen Fasching gibt. Man bezahlt 30 Euro und erhält ein Essen und ein Faschingkostüm. Unterschiedliche Vereine organisieren dabei unterschiedliche Themen, die nicht sonderlich kulturgebunden sind, wie z.B. Mickey Mouse oder Matrix.

Ich bin erst am Freitag Abend angereist und habe den Umzug der verschiedenen Christen- und Maurengruppen sehen können. Leider habe ich keine Bilder gemacht, da es schon dunkel war und die Motive schwer einzufangen waren. Die Umzüge sind sehr aufwändig. Wie bei einem Schützenumzug gibt es verschiedene Gruppen. Jede Gruppe stellt einen sehr aufwändigen Umzug dar, die die jeweilige historische Gesellsschaftschicht der Gruppe abbildet. Angekündigt durch Fahrenträger folgt gewöhnlich ein Spielmannszug, dann die Verteidigung der Gruppe, dann die Reiter und auf einem großen Wagen wird der „Herrscher“ oder die „Herrscherin“ vorgefahren. Mit dabei besonders bei den maurischen Gruppen sind Kamele, Elefanten und Pferde. Die Kostüme sind aufwändig und sehr geschmackvoll.

Die verschiedenen Herrscher und Adelsmänner lassen sich durch ausladende Gesten vom Volk huldigen. Die Leute klatschen ihnen dann zu. Da dies für die jeweiligen Gruppenmitglieder ein angenehmes Erlebnis ist, sind die Plätze bei dem Umzug heiß begehrt, was sich in entsprechenden Summen ausdrückt. Die Teilnahme an solch einen Umzug kostet je nach Platz den man sich „bucht“ zwischen 5000 und 30.000 Euro! Man kann sich also den Platz des Herrschers erkaufen.

Am Samstag ging es nach durchfeierter Nacht langsam los. Am späten Nachmittag finden parallel zwei Veranstaltungen statt. Das ist einmal die Nachbildung der Schlacht zwischen den Christen und Mauren in den Straßen von Ibi, zum anderen die Ehrung der heiligen Maria als Schutzpatronin der kämpfenden Christen. Hierfür werden in der Kirche von den Frauen Blumen hinterlegt.

Die Schlacht in den Straßen steht jedoch eindeutig im Vordergrund und ist ohrenbetäubend! Weil man das so nicht gut in den Bildern einfangen kann, habe ich hier auch noch drei kleine Videos bereitgestellt. Wenn man die anhört, muss man die Lautsprecher auf volle Lautstärke drehen. So und dann noch viel lauter ist es in Natura. Darüber hinaus sind die Straßen kaum noch einsehbar vom ganzen Qualm des Schießpulvers, der Gestank dabei gräßlich. Ich habe es mit Taschentüchern in den Ohren doch noch recht lange ausgehalten.

Ich bin an diesem Samstag dann zurück gefahren, da ich ziemlich stark erkältet war. So kann ich jetzt leider nicht weiter berichten, was am Sonntag noch für ein imposantes Ereignis war. Wer es wissen will, muss also selber mal dort hinfahren.

Um die Bilder und Videos aufzurufen, müsst ihr rechts auf das Bild klicken.

Roadtrip: Hannover – Valencia

Die Reise ging mit Matze, Klaus und EL-MA in der dritten Augustwoche los. Wir sind dann erstmal schnell über die Grenze nach Belgien, von da aus dann gleich weiter nach Paris. Nun kannte ich Paris schon ganz gut, so dass ich die beiden habe Sight-Seeing machen lassen und ich habe mich auf dem Campingplatz erholt. Weiter ging es dann nach 2 Tagen in Richtung Bordeaux – vorher aber noch einen kleinen Abstecher nach Versailles. Haben dann schön an der Loire genächtigt und sind am nächsten Tag an den Atlantik zu den Dune-du-Pilat gefahren.

Schöne Ecke, leider ein wenig überlaufen. Tags darauf dann über Miramax weiter nach Biarritz, wo wir auf einem super schönen und leider auch teuren Campingplatz übernachtet haben. Abends dann ebenso teuer Essen gegangen und uns das Abendprogramm von Biarritz angesehen. War sehr feudal und teuer, von den wilden Surferpartys, die Matze erwartet hatte, leider nichts zu sehen.

Die beiden Tage in Biarritz waren bei Dauerregen entspannend, dann weiter nach San Sebastian, wo wir abends Ana und ihre Freundinnen getroffen haben. Es war Samstag, die Kneipen wie immer voll und es brannte die Luft und wir mit. Sind dann noch einen Tag länger geblieben, weil am Sonntag nicht an Weiterfahren zu denken war. Dafür haben wir uns die Stadt noch mal gründlich angesehen und hatten dabei auch gutes Wetter.

Weiter dann nach Pamplona, wo es außer der Altstadt dann doch nicht so viel zu sehen gab. Geschlafen haben wir zwischen Pamplona und Zaragoza an einem Fluss. Endlich mal wieder nicht auf einem Campingplatz, doch mit Feuer machen war wegen Waldbrandgefahr dann leider doch nichts. Danach weiter nach Benicassim zu Ana. Zwischendurch noch einige Berge passiert, die Matze als Fahrer doch einigen Schweiß gekostet hat – ohne Servolenkung ist die Sache ein wenig sportlicher. In Benicassim sind wird dann abends mit Ana los und haben uns dort die Stadt angesehen. Da wir auf einem Dienstag dort waren, war leider nicht sehr viel los.

Tags darauf sind wir dann weiter nach Valencia. Es waren nur 70km, aber irgendwie haben wir den ganzen Tag im Auto gesessen. Lag daran, dass wir nicht so recht wussten, wo wir über Nacht bleiben sollten. In „El Saler“ haben sie uns dann am Strand auf einem bewachten Parkplatz auch noch den Bulli aufgebrochen. Das Schloss auf der Fahrerseite ist jetzt auch kaputt, von Matze fehlten für einen Dieb unnützliche Kleinigkeiten, die Matze doch recht teuer zu stehen gekommen sind. Die Diebe sind wohl gestört worden und haben die wertvollen Sachen (Kameras, Laptop, Paesse) nicht gefunden, obwohl wir uns nicht sehr viel Mühe gemacht hatten, diese zu verstecken. Die Nacht haben wir dann vor dem „Schrebergarten“ von Estebans Eltern verbracht, sind Tags darauf aber auf den Campingplatz von „El Saler“ gefahren, wo wir Glück mit dem Stellplatz hatten.

Nicht so teuer, schattig, nicht so laut und nette österreichische Nachbarinnen. Zwei Tage (Do., Fr.) Party mit den Mädels war die Folge. Am Samstag war dann Estebans Junggesellenabschied über den man einen Roman schreiben koennte. Nur soviel, nachts um 6 Uhr hat uns Klaus mit einem Taxi verlassen und ist mit dem Flieger nach Hause. Matze und ich waren um 10 Uhr wieder auf dem Campingplatz, dort kaum geschlafen, weil die Kinder vor dem Bulli gespielt haben. Platter Tag am Strand war die Folge. Aber Matze seinen Geburtstag hatten wir ja Nächtigens schon ausgiebig gefeiert. Matze ist dann Dienstag nach Deutschland zurück geflogen. Für mich beginnen hier jetzt meine 5 Wochen Aufenthalte an der Abierta Open Universit Polytechnica of Valencia. Mal sehen, was noch so passiert…